Bild zum Workshop: JedeR ist ExpertIn! – Schichten und Geschichten. Mit Carolina Frank und Antje Lehn im fotoK [2] am 14. September 2016 // © Projektbeteiligte FünfzehnSüd

JedeR ist ExpertIn! – Schichten und Geschichte. // Workshop mit Carolina Frank und Antje Lehn

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Bild zu: JedeR ist ExpertIn! – Schichten und Geschichten. Workshop mit Carolina Frank und Antje Lehn im fotoK [2] am 14. September 2016 // © Projektbeteiligte FünfzehnSüd

© Projektbeteiligte FünfzehnSüd

JedeR ist ExpertIn! – Schichten und Geschichte.
Workshop mit Carolina Frank und Antje Lehn
im Rahmen der Ausstellung FünfzehnSüd

Der im Rahmen des Projekts FünfzehnSüd stattfindene Workshop zielt auf die Sichtbarmachung von informellem Wissen über das Grätzel Reindorf und Umgebung in Rudolfsheim-Fünfhaus mit dem Schwerpunkt Geschichte(n).

Die Zielgruppe sind am Stadtgeschehen interessierte Menschen.

Menschen, die (schon lange) im Bezirk leben oder arbeiten, oder einen Bezug zum Bezirk haben, sind eingeladen, Erlebnisse aus ihrer persönlichen Erinnerung zu erzählen, die mit Orten im Bezirk verknüpft sind. Im Rahmen der Ausstellung wird mit einer Basiskarte und historischen sowie zeitgenössischen Fotografien gearbeitet. Die Geschichten und Orte werden mit Hilfe der Workshop-Leiter_innen schriftlich oder zeichnerisch in der Basiskarte dokumentiert. Im Laufe der Unterhaltung wird so eine gemeinsame Karte mit zahlreichen Lieblingsorten und Un-Orten und biografischen Verknüpfungen erstellt, auf der vielfältige Erinnerungsschichten des Stadtviertels sichtbar werden.

JedeR ist ExpertIn! – Schichten und Geschichte.
Workshop mit Carolina Frank und Antje Lehn

Mittwoch, 14. September 2016 von 14 bis 16 Uhr
fotoK [2], Reindorfgasse 38, 1150 Wien

Die Teilnahme ist kostenlos.
Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Leiterinnen Workshop

Antje Lehn ist Architektin und erforscht zur Zeit im Rahmen des Projektes „Atlas unsichtbarer Räume“, die Rolle von Karten und Stadtbildern als Werkzeuge der Stadtplanung. Im Rahmen dieses Projektes wurden mit SchülerInnen des BGORG Henriettenplatz (und anderen AkteurInnen) bereits mehrfach kollektive Karten der Gegend um den Henriettenplatz erstellt. Eine davon, die „Karte der Mehrsprachigkeit“ ist zur Zeit im Technischen Museum in der Ausstellung Zukunft der Stadt zu sehen.

Carolina Frank studierte Fotodesign an der FH München, war Teil der Freie Klasse an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der Schule für künstlerische Photographie Friedl Kubelka, Wien. Sie spannt einen fotografischen Bogen zwischen journalistisch-dokumentarischen und künstlerischen Arbeiten, die oft aus kollektiven Zusammenhängen heraus entstehen. Ihr Interesse liegt an der Begegnung mit Menschen in ihrem soziokulturellen Umfeld, an subkulturellen Szenen, an Körper(bildern), am Stadtraum und seinem urbanen Umfeld sowie allen Geschichten, die damit verbunden sind.


Weblinks
Mehr zur Ausstellung FünfzehnSüd auf unserer Website
Website des Projekts: http://fuenfzehnsued.weebly.com
Die Veranstaltung als Facebook-Event

Website von Carolina Frank: carolinafrank.net
Carolina Frank auf tumblr


mehr
Mehr über das Projekt Fünfzehnsüd von Carolina Frank

Es hat sich einiges getan rund um die Reindorfgasse, den Sparkassaplatz und den Schwendermarkt. Leerstehende Ladenlokale wurden und werden von Menschen aus der Kreativbranche übernommen. Die Gebietsbetreuung kümmert sich u.a um eine Aktivierung des Leerstands in der Sechshauserstraße und Reindorfgasse. Blocksanierungsgebiete sind definiert. Die Initiative „Samstag in der Stadt“ ist seit mehreren Jahren mit diversen Aktivitäten um eine vermehrte Belebung des Schwendermarktes und einen Ort des Zusammenkommens für AnwohnerInnen im Sinne einer aktiven Nachbarschaft bemüht. Einfach 15, ein Zusammenschluss aus Geschäftsbetreiber_innen, Kunst-und Kultureinrichtungen sowie interessierten Anrainer_innen rund um die Reindorfgasse setzt auf Veranstaltungen mit Eventcharakter und interne Vernetzung, um die Nachbarschaft zu stärken und den Bezirk und seine Aktivitäten auch über die Bezirksgrenzen hinaus bekannter zu machen.

Doch wie nehmen die Bewohner_innen diese Veränderungen wahr? Welche Orte werden frequentiert? Und wie gestalten die Bewohner_innen ihren Bezirk? Anhand eines fotografisch/textlich basierten Austauschs mit Bezirksbewohner_innen wird diesen und weiteren Fragestellungen in der Ausstellung FünfzehnSüd nachgegangen. Ausgangspunkt sind die Bewohner_innen und ihre Lebensalltage sowie Vereine und Initiativen, die sich im Bezirk engagieren. Ich fotografiere sie in ihren Wohnungen, an ihren Arbeitsplätzen oder an von ihnen gewählten Orten im Bezirk. Danach werden die Bewohner_innen selbst zu Akteur_innen und bekommen von mir den Aufrag, mit einer analogen Einmalkamera Ihren Alltag im Bezirk zu dokumentieren. Die dabei entstehenden Bilder sind das Ausgangsmaterial für Interviews, die ich mit den Bewohner_innen über die von ihnen fotografierten Orte führe. Diese Methode einer reflexiven Fotografie habe ich aus der empirischen Sozialforschung entlehnt, die Fotografien als Grundlage für Interviews heranzieht. Dadurch können Assoziationen, Erinnerungen und sensorische Wahrnehmungen geweckt werden. Die Fotografien erzählen auf visueller Ebene Geschichten. Diese sind mit den Interviews verwoben, die persönlich Erlebtes, Ereignisse im Grätzel und politisch über den Bezirk hinausreichende Ereigniss wiedergeben. Die von mir gewählte Methode der Bild-Text Verschränkung macht so die unterschiedlichen Ebenen der Erzählung sichtbar. Ein wichtiger Grundgedanke der Ausstellung ist der der Vernetzung und des Austausches: der Wunsch, den Kontakt der Menschen, die im Grätzel leben, und der Initiativen, die dort tätig sind, zu stärken.